Begriffe aus dem Gesundheitswesen
Adsorbersysteme
Verfahren zur selektiven Blutreinigung. Ein Gehäuse,
gefüllt mit einem speziellen Material (Gel/Pulver)
wird von Blut oder Plasma durchströmt. Das
Material besteht aus einer festen Trägersubstanz
mit einer großen Oberfläche an die aktive Gruppen/Moleküle gebunden sind, die selektiv Schadstoffe/Pathogene aus dem Blut/Plasma binden/adsorbieren können.
Albumin
Ein Eiweiß (Protein), das Aufschluss über den allgemeinen
Ernährungszustand eines Patienten gibt.
Ambix® activ
Infusionspumpe für die Applikation von parenteraler
Ernährung, die speziell auf die Bedürfnisse
im außerklinischen Bereich abgestimmt ist. Sie
bietet Patienten und Betreuungspersonen größtmöglichen
Komfort durch ihre einfache und
sichere Handhabung.
Antikörper
Zu den Gammaglobulinen gehörende Gruppe von
Immunglobulinen (Eiweißkörper), die von B-Lymphozyten
und Plasmazellen als Antwort des Immunsystems
nach Kontakt des Organismus mit Antigenen
gebildet und in die Körperflüssigkeiten
abgegeben werden. Antikörper reagieren gezielt
mit speziellen Antigenen.
AOK
Die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK ist die
größte deutsche Krankenversicherung.
Apherese
Verfahren der Blutentnahme von einem Spender
oder auch Patienten, bei der nach Abtrennung und
Entfernung bestimmter Bestandteile (Thrombozyten,
Plasma) das restliche Blut wieder zurück
infundiert wird.
Aszites
Bauchwassersucht.
Blutvolumenersatz
Infusionslösung zum Ausgleich von Blutverlusten.
CHMP
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP:
Committee for Medicinal Products for Human Use)
bereitet alle Beurteilungen der EMEA vor, die medizinische
Produkte betreffen.
Compounding
Mischen von unterschiedlichen Lösungen oder
Komponenten zur I.V.- oder parenteralen
Ernährungstherapie.
CompoDock Data Management
CompoDock ist ein Gerät zur sterilen Konnektierung
der PVC-Schlauchverbindungen von Blutbeuteln.
Während des Konnektierens bleibt das
geschlossene System erhalten, sodass keine
Kontamination von außen in das Beutelsystem
erfolgt. Das Data Management, eine Software,
ermöglicht die automatische Dokumentation des
sterilen Konnektierprozesses gemäß GMP.
Dialysator
Spezieller Filter, der in der Hämodialyse zur Entfernung
toxischer Substanzen und zur Abscheidung
überschüssigen Wassers aus dem Blut verwendet
wird.
Dialyse
Form der Nierenersatztherapie, bei der eine semipermeable
Membran zur Kontrolle des Stoffaustausches
im Blut gelöster Teilchen verwendet wird,
d.h. in der Peritonealdialyse das Peritoneum
(Bauchfell) des Patienten und in der Hämodialyse
die Membran des Dialysators.
Dialysierlösung
Bei der Dialyse verwendete Flüssigkeit.
Dialysegerät
Der Hämodialyseprozess wird durch ein Dialysegerät
gesteuert, das Blut pumpt, gerinnungshemmende
Mittel zusetzt, den Reinigungsprozess reguliert
und die Mischung der Dialysierlösung und ihre
Fließgeschwindigkeit durch das System steuert.
Einmal-Dialysator
Dialysator, der im Gegensatz zu re-use (Wiederverwendung)
nur einmal verwendet wird.
Einmalartikel der Infusionstherapie
Medizintechnische Produkte für den einmaligen
Gebrauch zur Verabreichung bzw. Überleitung von
Infusionslösungen oder intravenös verabreichten
Arzneimitteln.
Enterale Ernährung
Zufuhr von Nährstoffen als Trink- und Sondennahrung
unter Einbeziehung des Magen-Darm-Traktes.
EPO (Erythropoietin)
Hormon, das die Produktion roter Blutkörperchen
anregt. Rekombinantes, also künstlich hergestelltes,
Human-EPO wird üblicherweise Dialysepatienten
verschrieben, die an Anämie leiden.
Extrakorporal
Außerhalb des Körpers erfolgend.
Graft-versus-Host-Disease (aGvHD)
Abstoßungsreaktion nach Transplantation verursacht
durch T-Zellen in dem Spendertransplantat,
die den Empfängerorganismus angreifen.
HACCP-Konzept (Hazard Analysis Critical
Control Point)
Konformitätsbewertungsverfahren, das die Übereinstimmung
mit geltenden Normen belegt.
Hämodiafiltration (HDF)
Spezielle Form der Behandlung von Patienten mit
chronischem Nierenversagen (ESRD), in der die
Vorteile der Hämodialyse und der Hämofiltration
kombiniert genutzt werden, d.h. es werden hohe
Eliminationsraten für Substanzen mit niedrigem
und hohem Molekulargewicht mittels Diffusion
bzw. Konvektion erzielt.
Hämodialyse (HD)
Behandlungsmethode für Dialysepatienten, bei der
das Blut des Patienten durch einen Dialysator gereinigt
wird. Der Austausch löslicher Substanzen
zwischen Blut und Dialysierflüssigkeit wird durch
Diffusionsprozesse geregelt.

