Jahresabschluss
Konzernanhang
Erläuterungen zur Konzernbilanz
21. Verbindlichkeiten aus Darlehen und aktivierten Leasingverträgen 21. VERBINDLICHKEITEN AUS DARLEHEN UND AKTIVIERTEN LEASINGVERTRÄGEN
KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Darlehen
Der Fresenius-Konzern wies kurzfristige Darlehen in Höhe von 729 Mio € bzw. 362 Mio € zum 31. Dezember 2008 bzw. 31. Dezember 2007 aus. Diese betrafen zum einen in Höhe von 342 Mio € Darlehen, die einzelne Konzerngesellschaften im Rahmen von Kreditvereinbarungen bei Geschäftsbanken aufgenommen haben, zum anderen bestanden 387 Mio € kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem nachfolgend beschriebenen Forderungsverkaufsprogramm. Im Durchschnitt wurden die Darlehen (mit Ausnahme des Forderungsverkaufsprogramms) zum 31. Dezember 2008 bzw. 2007 mit 5,17% bzw. 5,15% verzinst.
Der Anstieg der kurzfristigen Darlehen ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms der Fresenius Medical Care zurückzuführen. Fresenius Medical Care verwendete diese Mittel zusammen mit Inanspruchnahmen aus anderen bestehenden langfristigen Kreditlinien für die Rückzahlung der genussscheinähnlichen Wertpapiere, die am 1. Februar 2008 fällig waren.
Forderungsverkaufsprogramm
Fresenius Medical Care hat eine Rahmenvereinbarung über Forderungsverkäufe abgeschlossen (das Forderungsverkaufsprogramm), die üblicherweise im Oktober jedes Jahres erneuert wird, zuletzt im Oktober 2008. Im Rahmen dieses Programms werden zunächst bestimmte Forderungen an die NMC Funding Corp. (NMC Funding), eine 100%ige Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care, verkauft. NMC Funding tritt anschließend Eigentumsrechte aus diesen Forderungen anteilig an bestimmte Bankinvestoren ab. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen des Forderungsverkaufsprogramms behält sich NMC Funding das Recht vor, alle im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms an die Banken abgetretenen Eigentumsrechte zurückzufordern. Da die Gesellschaft Anspruch auf Rückforderung der übertragenen Rechte hat, verbleiben die Forderungen in der Konzern-Bilanz und die Erlöse aus der Abtretung werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2008 betrugen die ausstehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkaufsprogramm 539 Mio US$ (387 Mio €). Die NMC Funding zahlt den Bankinvestoren Zinsen, die auf der Grundlage des Zinses für Geldmarktpapiere (commercial paper rate) für die jeweils gewählten Tranchen ermittelt werden. Am 31. Dezember 2008 lag der durchschnittliche Zinssatz für die ausstehenden Tranchen bei 3,89%. Jährliche Refinanzierungskosten einschließlich Rechtskosten und Bankgebühren, sofern sie angefallen sind, werden über die Laufzeit des Forderungsverkaufsprogramms abgeschrieben.

