Jahresabschluss
Konzernanhang
Allgemeine Erläuterungen
1. Grundlagen Allgemeine Erläuterungen
1. GRUNDLAGEN
I. KONZERNSTRUKTUR
Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Weitere Arbeitsfelder sind der Betrieb von Krankenhäusern sowie Engineering- und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Neben den Tätigkeiten der Fresenius SE verteilten sich die operativen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2008 auf folgende rechtlich eigenständige Unternehmensbereiche (Teilkonzerne):
- Fresenius Medical Care
- Fresenius Kabi
- Fresenius Helios
- Fresenius Vamed
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten und Dialysedienstleistungen zur lebensnotwendigen medizinischen Versorgung von Patienten mit chronischem Nierenversagen. In 2.388 eigenen Dialysekliniken betreut Fresenius Medical Care 184.086 Patienten.
Fresenius Kabi ist das in Europa führende Unternehmen im Bereich der Ernährungs- und Infusionstherapie mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern weltweit. Die Produkte von Fresenius Kabi werden im Krankenhaus sowie bei der ambulanten medizinischen Versorgung von schwer und chronisch kranken Patienten eingesetzt. Fresenius Kabi ist ferner in Europa ein führender Anbieter von Produkten der Transfusionstechnologie.
Zum 1. Januar 2008 hat Fresenius die Aktivitäten im Krankenhausbereich neu organisiert. An die Stelle des bisherigen Unternehmensbereichs Fresenius ProServe sind zwei neue Unternehmensbereiche – Fresenius Helios und Fresenius Vamed – getreten. Diese beiden Bereiche bildeten bislang Fresenius ProServe. Fresenius Helios ist auf den Betrieb von Krankenhäusern, Fresenius Vamed auf Engineering- und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen ausgerichtet.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2008 betrug der Anteil der Fresenius SE am stimmberechtigten Kapital der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) 36,27% und am gesamten gezeichneten Kapital der FMC-AG & Co. KGaA 35,80%. Die persönlich haftende Gesellschafterin der FMC-AG & Co. KGaA, die Fresenius Medical Care Management AG, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Fresenius SE. Daher wird die FMC-AG & Co. KGaA zu 100% im Fresenius-Konzernabschluss konsolidiert. Die Beteiligungen an den Leitungsgesellschaften der Unternehmensbereiche Fresenius Kabi (Fresenius Kabi AG) sowie Fresenius Helios und Fresenius Vamed (gehalten über die Fresenius ProServe GmbH) betrugen zum 31. Dezember 2008 unverändert 100%. Daneben hält die Fresenius SE Beteiligungen an Gesellschaften, die die Holdingfunktionen hinsichtlich Immobilien, Finanzierung und Versicherung wahrnehmen, sowie an der Fresenius Netcare GmbH, die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnik anbietet, und der Fresenius Biotech Beteiligungs GmbH.
Die Berichtswährung im Fresenius-Konzern ist der Euro. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgt die Darstellung der Beträge überwiegend in Millionen Euro. Beträge, die aufgrund der vorzunehmenden Rundungen unter 1 Mio € fallen, wurden mit „–“ gekennzeichnet.
II. GRUNDLAGE DER DARSTELLUNG
Der beigefügte Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen, den „Generally Accepted Accounting Principles“ (US-GAAP), aufgestellt.
Seit dem Geschäftsjahr 2005 erfüllt die Fresenius SE als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Gleichzeitig veröffentlicht der Fresenius-Konzern den auf freiwilliger Basis nach US-GAAP aufgestellten Konzernabschluss.
Um die Verständlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese sind im Anhang, soweit sie der Information der Adressaten des Konzernabschlusses dienen, gesondert angegeben.
Die Konzernbilanz ist nach der Liquidität der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gegliedert. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

