Konzernlagebericht
Ertrags, Finanz- und Vermögenslage
Vermögenslage VERMÖGENSLAGE
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich um 5.220 Mio € (34%) auf 20.544 Mio € (31. Dezember 2007: 15.324 Mio €). Währungsbereinigt hätte sich ein Anstieg von 31% ergeben. Die Zunahme der Bilanzsumme ist in Höhe von 27% den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen, vornehmlich dem Erwerb von APP Pharmaceuticals, zuzurechnen. Die Ausweitung des bestehenden Geschäfts hat mit 4% beigetragen. Die Inflationsentwicklung hatte während des Berichtszeitraums keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögenslage von Fresenius.
Auf der Aktivseite betrugen die langfristigen Vermögensgegenstände 15.466 Mio € (2007: 11.033 Mio €). Zu den Wechselkursrelationen vom 31. Dezember 2007 gerechnet, hätte sich eine Zunahme von 36% ergeben. Hier wirkten sich Zugänge im Sachanlagevermögen und Akquisitionen aus. Der Firmenwert aus Akquisitionen betrug 3.121 Mio € zum 31. Dezember 2008, davon entfielen 2.637 Mio € auf den Erwerb von APP Pharmaceuticals.
Das Umlaufvermögen stieg um 18% auf 5.078 Mio € (2007: 4.291 Mio €). Währungsbereinigt hätte das Umlaufvermögen ebenfalls um 18% über dem Vorjahreswert gelegen. Innerhalb dieser Position nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 15% auf 2.477 Mio € zu, und zwar vor allem aufgrund der Geschäftsausweitung durch Akquisitionen (2007: 2.159 Mio €). Die durchschnittliche Forderungslaufzeit liegt mit 71 Tagen auf Vorjahresniveau. Während sich die Akquisitionen von APP Pharmaceuticals positiv auf die Forderungslaufzeit auswirkte, erhöhte sich diese bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Die Vorräte sind um 29% auf 1.127 Mio € gestiegen (2007: 875 Mio €). Die Vorratsreichweite betrug im Berichtsjahr 48 Tage (2007: 42 Tage). Hier wirkte sich vor allem die erstmalige Konsolidierung von APP Pharmaceuticals aus. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2008 mit 5,5% gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht gesunken (31. Dezember 2007: 5,7%).
Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 15%, oder 884 Mio €, auf 6.943 Mio € (2007: 6.059 Mio €) gestiegen. Währungsbereinigt hätte die Zunahme 12% betragen. Der Jahresüberschuss des Konzerns erhöhte das Eigenkapital um 270 Mio €. Ferner wirkte sich die im 3. Quartal 2008 durchgeführte Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Akquisition von APP Pharmaceuticals in Höhe von 289 Mio € aus. Die Eigenkapitalquote einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter betrug 33,8% am 31. Dezember 2008 (31. Dezember 2007: 39,5%).
Die Passivseite der Bilanz zeigt eine solide Finanzierungsstruktur: Das Eigenkapital des Konzerns einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter deckt die langfristigen Vermögensgegenstände zu 45% (2007: 55%). Eigenkapital, Anteile anderer Gesellschafter und langfristige Verbindlichkeiten decken die gesamten langfristigen Vermögensgegenstände und 81% der Vorräte ab.
Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 9.432 Mio € und lagen um 3.670 Mio € über dem Vorjahreswert von 5.762 Mio €. Die deutliche Erhöhung ist hauptsächlich der Finanzierung von APP Pharmaceuticals zuzurechnen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen 4.169 Mio € und lagen um 19% über dem Wert des Jahres 2007 in Höhe von 3.503 Mio €.
| FÜNFJAHRESÜBERSICHT VERMÖGENSLAGE | |||||
| in Mio € | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 |
| Bilanzsumme | 20.544 | 15.324 | 15.024 | 11.594 | 8.188 |
| Eigenkapital* | 6.943 | 6.059 | 5.728 | 5.130 | 3.347 |
| Eigenkapitalquote* | 34 | 40 | 38 | 44 | 41 |
| Eigenkapital*/Langfristige Vermögensgegenstände (%) | 45 | 55 | 52 | 64 | 62 |
| Finanzverbindlichkeiten | 8.787 | 5.699 | 5.872 | 3.502 | 2.735 |
| Finanzverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme | 43 | 37 | 39 | 30 | 33 |
| Gearing (%) | 121 | 88 | 98 | 63 | 78 |
| * | einschließlich Anteile anderer Gesellschafter |

