Der Fresenius Konzern
Nachhaltigkeit
Umweltmanagement UMWELTMANAGEMENT
Die Natur als Lebensgrundlage zu schützen und mit ihren Ressourcen sorgsam umzugehen, sehen wir als Teil unserer Verantwortung. Es ist selbstverständlich für uns, Leistungen bei Umweltschutz, Arbeits-, Gesundheits- und Anlagensicherheit, Produktverantwortung und Logistik stetig zu verbessern und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Die internationale ISO-Norm 14001:2004 ist die weltweit bedeutendste Vorgabe dessen, was ein Umweltmanagement in einem Unternehmen beinhalten und leisten soll. Sie legt u.a. Wert auf eine kontinuierliche Überprüfung der Umweltauswirkungen eines Standortes, etwa im Hinblick auf Emissionen und Abfälle. Sowohl in unseren verschiedenen Produktionen als auch in unseren Dialysekliniken setzen wir diese Normen um.
FRESENIUS MEDICAL CARE
Fresenius Medical Care hat bereits im Jahr 2007 ein Umweltmanagementprogramm verabschiedet, das für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika gilt. Es definiert spezifische Ziele, die bis zum Jahr 2010 erreicht werden sollen. Dazu gehören
- die Festlegung umweltrelevanter Leistungsindikatoren für alle teilnehmenden Produktionsstätten,
- die weitere Verbesserung der Energieeffizienz und die Vermeidung von Emissionen,
- die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zum Einsatz alternativer Energiegewinnungsverfahren anhand einer Musterproduktionsstätte,
- die Verbesserung der Recyclingquote von derzeit knapp über 70% auf 85%,
- die Weiterbildung und verstärkte Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für Umweltschutz und Umweltmanagement sowie
- die Optimierung des Öko-Controllings für die schnell wachsende Zahl der Dialysekliniken in Europa.
Im Werk in Schweinfurt, Deutschland, haben wir den Erweiterungsbau einer Fertigungshalle in Betrieb genommen. Das Gebäude ist mit einer Wärmerückgewinnung und einer automatischen Frischluftzufuhr ausgestattet, sodass es ohne Klimaanlage auskommt und dadurch sehr energiesparend betrieben werden kann. In weiteren Werken in Deutschland, Frankreich und Italien wurden im Berichtsjahr die Produktionsprozesse verbessert und umweltfreundlicher gestaltet: Die Reichweite der verwendeten Plastikrohstoffe wurde erhöht.
Ein weiteres Umweltschutzprojekt im Jahr 2008 war die Umsetzung der neuen EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Schwerpunkt war es, Risiken zu beurteilen, falls Rohstoffe künftig nicht zur Verfügung stehen; daraus wurden vorbeugende Maßnahmen abgeleitet, etwa der Informationsaustausch mit Lieferanten oder die Vorbestellung strategisch wichtiger Materialien. Fresenius Medical Care ist ein aktives Mitglied der Arbeitsgruppe REACH des Bundesverbandes Medizintechnolgie (BVMed).
Auf der größten Branchenmesse, EDTA (European Dialysis and Transplant Association), haben wir mit SmartBag eine ressourcenschonende Verpackungslösung vorgestellt: Diese Primärverpackung für Dialysekonzentrate ist PVC-frei. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Duroplastic-Container enthält sie 80% weniger Plastik und spart 90% des Abfallvolumens. Sie kann zudem sehr gut wiederverwertet werden, weil sie aus Polyolefinen besteht.
Fresenius Medical Care hat in den vergangenen Jahren mehrere umweltfreundliche Produkte eingeführt. So ist Biofine® ein eigenentwickelter Kunststoff, der ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht (Polyolefine). Er ist 60% dünner als PVC und leicht recycelbar. Wegen seiner vielen Vorteile stellt Fresenius Medical Care heute aus Biofine® die meisten Peritonealdialyse-Produkte her. Ein wesentlicher Erfolg war im Jahr 2008 daher die Verleihung des Nordic Ecolabel („SWAN“). Die Organisation Nordic Ecolabel hat mehrere Produktlinien sowie das entsprechende Zubehör – alle vollständig PVC-frei – ausgezeichnet. Nordic Ecolabel ist die offiziell anerkannte Organisation in Norwegen, Schweden und Finnland sowie in Island und Dänemark für die Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte. Das Nordic Ecolabel ist auch in anderen Ländern wegen seiner Qualitätsstandards anerkannt. Diese Standards gelten nicht nur für umweltfreundliche Produkteigenschaften, sondern auch für die entsprechenden Herstellungsprozesse.
Im Jahr 2009 soll das Umweltmanagement auf der Grundlage von ISO 14001 ausgebaut und weitere Dialysekliniken sollen zertifiziert werden. Im laufenden Jahr werden wir uns auf unsere Kliniken in Spanien und Rumänien konzentrieren. Für Schweden streben wir die Zertifizierung nach ISO 9001 an. Zudem treiben wir die Effizienzinitiative „Energy squeeze“ in unseren wichtigsten europäischen Werken voran. Ziel ist es, 5% der dort verbrauchten Energie einzusparen, was einer Kosteneinsparung von knapp einer Million Euro im laufenden Geschäftsjahr entsprechen würde. An der Umsetzung der Ziele unseres Umweltprogramms werden wir weiterarbeiten.

