Der Fresenius Konzern
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Helios Fresenius Helios ist ein anerkannter Privatisierungspartner im deutschen Krankenhausmarkt. Unsere Wachstumsstrategie haben wir im Jahr 2008 zielstrebig umgesetzt: HELIOS übernahm ein Krankenhaus und gab Ende des Jahres die Akquisition von fünf weiteren Krankenhäusern bekannt. Erfolgreich fortgesetzt wurde die Integration der HELIOS Kliniken in Krefeld. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Fresenius Helios einen Umsatz von 2,1 Mrd € und steigerte das Ergebnis deutlich.
Zu HELIOS gehören heute 62 Kliniken, darunter fünf Maximalversorger in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal. Ingesamt verfügt die Gruppe über mehr als 18.000 Betten und versorgt rund 600.000 Patienten stationär. Zur HELIOS-Gruppe gehören neben den 43 Akutkrankenhäusern auch 19 Kliniken für Rehabilitationsmedizin. Ende 2008 beschäftigte das Unternehmen mehr als 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Im Jahr 2008 stieg der Umsatz von Fresenius Helios um 15% auf 2.123 Mio € (2007: 1.841 Mio €). Das organische Umsatzwachstum belief sich auf sehr gute 5% (2007: 3%), getragen durch den erfreulichen Anstieg der stationär und ambulant behandelten Fälle. Akquisitionen hatten einen Einfluss von 11%, vor allem die Akquisition des HELIOS Klinikums Krefeld. Desinvestitionen minderten den Umsatz um 1%. Am 22. Oktober 2008 übernahm Fresenius Vamed vier in Tschechien gelegene Kliniken von Fresenius Helios. Diese Kliniken hatten einen Umsatz von rund 24 Mio € im Jahr 2008.
Wie die Tabelle zeigt, verbesserte sich das Ergebnis deutlich: Der EBITDA stieg um 14% auf 251 Mio € (2007: 220 Mio €). Die EBITDA-Marge betrug 11,8% (2007: 12,0%). Fresenius Helios erreichte beim EBIT ein Plus von 13% auf 175 Mio € (2007: 155 Mio €). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 8,2% (2007: 8,4%). Dieses sehr gute Ergebnis erreichten wir trotz verschiedener negativer Einflussfaktoren: Beeinflusst wurde die Ertragslage insbesondere durch den Verlust der HELIOS Kliniken in Krefeld im ersten Jahr ihrer Konsolidierung. Zudem wirkte sich der Sanierungsbeitrag zur Stabilisierung der Gesundheitskosten von 0,5% aus. Dieser Sanierungsbeitrag entfällt ab dem Jahr 2009. Der Jahresüberschuss stieg um 25% auf 80 Mio € (2007: 64 Mio €).
Der Umsatz der etablierten Kliniken stieg um 5% auf 1.921 Mio €. Der EBIT verbesserte sich um 18% auf 181 Mio €. Die EBIT-Marge betrug 9,4% (2007: 8,4%). Die akquirierten Kliniken (Konsolidierung < 1 Jahr) erzielten einen Umsatz von 202 Mio € und einen EBIT in Höhe von -6 Mio €.
| in Mio € | 2008 | 2007 | Veränderung |
| Umsatz | 2.123 | 1.841 | 15% |
| EBITDA | 251 | 220 | 14% |
| EBITDA-Marge (%) | 11,8 | 12,0 | |
| EBIT | 175 | 155 | 13% |
| EBIT-Marge (%) | 8,2 | 8,4 | |
| Jahresüberschuss | 80 | 64 | 25% |
Das Krankenhausträgergeschäft von Fresenius Helios zeichnet sich durch stabile Cashflows aus, dank der Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen. Die Forderungslaufzeiten betrugen im Jahr 2008 38 Tage (2007: 43 Tage). Die Höhe der uneinbringlichen Forderungen in Prozent vom Umsatz lag bei 0,3% (2007: 0,3%).
STEIGERUNG DER FÄLLE UND BEHANDLUNGSLEISTUNGEN
Mit der Einführung diagnosebezogener Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups – DRGs) mit landesweit einheitlichen Krankenhausentgelten sehen sich Krankenhäuser in Deutschland einem zunehmenden Wettbewerb um Patienten ausgesetzt. Die HELIOS Kliniken haben sich erfolgreich auf die veränderten Kostenerstattungs- und Wettbewerbsbedingungen eingestellt. Dank des ausgeweiteten Leistungsangebots und der hohen Behandlungsqualität konnte erneut die Zahl der in Deutschland behandelten stationären Fälle im Jahr 2008 auf 548.383 erhöht werden (2007: 476.477). Dies ist ein ausgezeichnetes Plus von 15%. Die ambulant behandelte Patientenanzahl erhöhte sich deutlich um 26% auf 1.418.325 (2007: 1.127.613).
| 2008 | 2007 | Veränderung | |
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Stationär und teilstationär behandelte Patienten |
548.383 | 476.477 | 15% |
| Akutkliniken | 513.990 | 442.383 | 16% |
| Rehabilitationskliniken | 34.393 | 34.094 | 1% |
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Ambulant behandelte Patienten |
1.418.325 | 1.127.613 | 26% |

