Der Fresenius Konzern
Fresenius-Aktien Das Börsenjahr 2008 war geprägt von der internationalen Finanzmarktkrise sowie deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Alle Aktienwerte bekamen den Gegenwind der Ereignisse zu spüren – entsprechend hoch waren auch die Kursverluste. Trotz des ausgezeichneten Geschäftsverlaufs des Fresenius-Konzerns konnten sich weder die Stamm- noch die Vorzugsaktien dieser Entwicklung entziehen.
AKTIENMARKT
Die Aktienmärkte starteten mit starken Kursschwankungen in die erste Hälfte des Jahres 2008. Anfangs gestützt durch die in der Berichtssaison bekannt gegebenen, guten Unternehmenszahlen, konnten sich die Aktienmärkte den Turbulenzen an den Geld- und Kreditmärkten nicht entziehen. Der DAX verzeichnete im Januar 2008 sein Jahreshoch von 7.949 Punkten. Der MDAX erreichte im Mai 2008 sein Jahreshoch von 10.069 Punkten. Zur Jahresmitte übertrugen sich die Auswirkungen der Finanzmarktkrise in den USA – Auslöser war die Kreditkrise am US-Immobilienmarkt (Subprime-Krise) – vollends auf die internationalen Kapitalmärkte. Es folgte ein Abwärtstrend, der bis zum Jahresende 2008 anhielt. Trotz weltweiter Konjunkturprogramme zur Unterstützung der Industrie und milliardenschwerer Rettungspakete für Banken verloren die Anleger das Vertrauen. Zahlreiche Investoren zogen zur Risikobegrenzung ihr Kapital von der Börse ab. Die Folge war ein entsprechend großer Wertverlust der Aktien und Indizes. Der DAX verlor in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Wert und fiel im November 2008 auf 4.127 Punkte zurück. Der MDAX verlor zwischenzeitlich über 50% und sank im November auf 4.735 Punkte. Zum Jahresende erholten sich beide Indizes leicht, ausgehend jedoch von einem Niveau, das deutlich unter dem Wert des Jahresbeginns lag. Der DAX beendete das Jahr 2008 mit 4.810 Punkten und der MDAX mit 5.602 Punkten. Damit wies der DAX eine Jahresperformance von -40% auf, der MDAX verlor -43%. Im europäischen Vergleich der Blue-Chip-Indizes schnitt der DAX mit -40% noch recht gut ab. Der EuroStoxx 50 verlor 44% an Wert im Jahr 2008. Der europäische Index Dow Jones STOXX 600, der die 600 größten Unternehmen Europas enthält, beendete das Jahr 2008 mit 197 Punkten, einem Minus von 45%. In diesem Index entwickelten sich die Aktien von Healthcare- (-18%), Nahrungsmittel- (-30%) und Telekommunikationswerten (-36%) am besten, während Banken- (-64%), Rohstoff- (-64%) und Finanzdienstleistungswerte (-55%) die letzten drei Plätze belegten. Die Leitindizes in den USA verloren gleichfalls deutlich. Der S&P 500 beendete das Jahr 2008 mit einem Minus von 38%, der Dow Jones Industrial Average sank um 34%.


