28. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Fresenius verfügt über ein solides Finanzprofil. Das Kapitalmanagement schließt sowohl Eigenkapital als auch Finanzverbindlichkeiten ein. Ein wesentliches Ziel des Kapitalmanagements des Fresenius-Konzerns ist es, die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zu optimieren. Ferner wird ein ausgewogener Mix aus Eigen- und Fremdkapital angestrebt. Zur langfristigen Sicherung des Wachstums wird in Ausnahmefällen, etwa zur Finanzierung einer großen Akquisition, auch der Einsatz einer Kapitalerhöhung in Erwägung gezogen.

Aufgrund der Diversifikation des Unternehmens innerhalb des Gesundheitssektors und der starken Marktpositionen der Unternehmensbereiche in globalen, wachsenden und nicht zyklischen Märkten werden hohe, stabile, planbare und nachhaltige Cashflows erwirtschaftet. Diese erlauben einen angemessenen Anteil an Fremdkapital, d.h. den Einsatz eines umfangreichen Mix aus Finanzverbindlichkeiten. Zudem verfügen die Kunden des Fresenius-Konzerns nahezu ausnahmslos über eine hohe Kreditqualität.

Das Eigen- und Fremdkapital hat sich wie folgt entwickelt: 

Eigenkapital und Bilanzsumme
in Mio €
31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
 
Eigenkapital inkl. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 6.059 5.728
Bilanzsumme 15.324 15.024
Eigenkapitalquote 39,54% 38,13%
 

Die Fresenius SE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Fresenius SE hat Verpflichtungen zur Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital im Zusammenhang mit Ausübungen von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen auf Basis der bestehenden Aktienoptionspläne 1998 und 2003 (siehe Anmerkung 31, Aktienoptionen). 

Finanzverbindlichkeiten
in Mio €
31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
 
Finanzverbindlichkeiten 5.699 5.872
Bilanzsumme 15.324 15.024
Fremdkapitalquote 37,19% 39,08%
 

Die finanzielle Flexibilität zu sichern, hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Konzerns. Diese Flexibilität wird erreicht durch eine breite Auswahl von Finanzierungsinstrumenten und durch eine hohe Diversifikation der Investoren. Das Fälligkeitsprofil des Fresenius-Konzerns weist eine breite Streuung der Fälligkeiten mit einem hohen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungen auf. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt. 

Als eine zentrale finanzwirtschaftliche Zielgröße verwendet der Fresenius-Konzern die Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA (Verschuldungsgrad), die auf Basis von US-GAAP-Zahlen ermittelt wird. Zum 31. Dezember 2007 betrug der Verschuldungsgrad 2,6. Das Ziel ist es, den Verschuldungsgrad weiter zu reduzieren. Zur Erreichung dieses Ziels konzentriert sich der Fresenius-Konzern vor allem auf Ergebnissteigerungen und einen weiterhin starken Cashflow sowie auf die Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten. Mittelfristig plant der Fresenius-Konzern einen Wert von 2,5 zu erreichen. Dieses mittelfristige Ziel steht unter der Annahme, dass sich keine großen Akquisitionsmöglichkeiten bieten.

Die Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns spiegelt sich im Kreditrating wider. Fresenius wird von den beiden führenden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bewertet. Standard & Poor's stuft die Fresenius SE aktuell mit BB und Moody’s mit Ba2 ein. 

  Standard & Poor’s Moody’s
 
Unternehmensrating BB Ba2
Vorrangige Finanzverbindlichkeiten BB Ba2
Ausblick stabil positiv