UMWELTMANAGEMENT

Die Natur als Lebensgrundlage zu schützen und mit ihren Ressourcen sorgsam umzugehen, sehen wir als unsere Verantwortung. Es ist selbstverständlich für uns, Leistungen bei Umweltschutz, Arbeits-, Gesundheits- und Anlagensicherheit, Produktverantwortung und Logistik stetig zu verbessern und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. 

Die internationale ISO-Norm 14001:2004 ist die weltweit bedeutendste Vorgabe dessen, was ein Umweltmanagement in einem Unternehmen beinhalten und leisten soll. Sie legt u.a. Wert auf eine kontinuierliche Überprüfung der Umweltauswirkungen eines Standortes, etwa im Hinblick auf Emissionen und Abfälle. Sowohl in unseren verschiedenen Produktionen als auch in unseren Dialysekliniken setzen wir diese Normen um.

FRESENIUS MEDICAL CARE 

Fresenius Medical Care hat erstmals ein Umweltmanagement-Programm verabschiedet, das für die gesamte Region Europa gilt. Es definiert spezifische Ziele, die bis zum Jahr 2010 erreicht werden sollen. Dazu gehören u.a.:

In unserem Werk in St. Wendel, Deutschland, setzen wir seit vielen Jahren gezielt Maßnahmen zur Energie- und Ressourcenschonung um. Auch im Jahr 2007 haben wir daran gearbeitet, unsere Arbeitsabläufe fortlaufend umweltschonend und zudem meist auch kostensparend zu verbessern. So verwenden wir neue Gasbrenner für die Dampferzeugung. Damit haben wir zum einen den Verbrauch von Heizgas wesentlich reduziert und zum anderen die dadurch entstandenen Stickoxid-Emissionen um 40% zurückgeführt. Auch an anderen europäischen Standorten hat Fresenius Medical Care umweltschonende Verfahren im Produktionsprozess eingeführt: In unserem italienischen Werk konnten wir durch eine Veränderung des Produktdesigns der dort hergestellten Blutschlauchsysteme nicht nur Einsparungen in der Verpackung realisieren, sondern auch den Materialverbrauch im Produktionsprozess um rund 7% senken.

Auch in Nordamerika nutzen wir moderne und umweltfreundliche Technologien, um kontinuierlich Energie zu sparen. Wie im Jahr 2006 haben wir dazu den Einsatz von Wärmetauschern weiter ausgeweitet. Mit diesen gewinnen wir die Restwärme von Nutzwasser und erhitzen damit wiederum Frischwasser für die Dialysebehandlung. Rund drei Viertel der bislang ungenutzten Wärme können wir so zurückgewinnen. Damit senken wir den Energieverbrauch in unseren Kliniken erheblich und sparen zudem Kosten.

In unserer Produktionsstätte in Ogden, Utah, haben wir den Frischwasserverbrauch um insgesamt 40% verringert, insbesondere durch verbesserte Produktionsabläufe bei der Herstellung von Dialysatoren. Außerdem werden im Produktionsprozess anfallende Polykarbonat-Abfälle zu 90% recycelt. Damit tragen wir wesentlich zur Abfallvermeidung bei, denn Ogden ist unser größtes Werk für die Herstellung von Dialysatoren.

Aufgrund der Zahl von 1.602 Dialysekliniken in den USA ist das Potenzial für Ressourcenschonung besonders hoch. So setzen nahezu 900 Kliniken mehrfach verwendbare Sammelboxen für medizinische Abfälle ein. Damit konnten wir im Jahr 2007 die Deponierung von über 600.000 Pappkartonagen vermeiden. Auch die Abfalltrennung hat wesentlichen Einfluss: Mehr als 2.500 Tonnen Kartonagen und Papier wurden dem Recycling zugeführt.

FRESENIUS KABI 

Auch Fresenius Kabi übernimmt aktive Verantwortung für den Umweltschutz. Die kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Produkte zum Wohle der Patienten geht einher mit gezielten Umweltmaßnahmen unter Berücksichtigung der lokalen gesetzlichen Bestimmungen. Im Jahr 2007 wurde eine Matrix-Zertifizierung der Umweltnorm 14001:2004 eingeführt. An diesem übergeordneten Zertifizierungsprozess nehmen zunächst fünf Werke in Europa und Asien teil. Der Abschluss der ersten Phase ist für Anfang des Jahres 2008 geplant.

In unserem Werk in Friedberg, Deutschland, wurde im Jahr 2007 das Wertstoffrecycling weiter optimiert. Die sortenreine Trennung von Kunststoffen führte zu einer deutlichen Erhöhung der Wiederaufbereitung durch Regranulierung. Die übrigen Kunststoffe werden der Ersatzbrennstoffherstellung zugeführt. Die Abfallmenge, die wiederverwendet wird, hat sich von etwa 5.800 Tonnen im Jahr 2006 auf über 7.000 Tonnen im Jahr 2007 erhöht. Das erhöhte Abfallaufkommen geht mit einer deutlichen Ausweitung der Produktionsvolumina im Werk Friedberg einher. Die Recyclingquote verbesserte sich auf mehr als 94% (2006: knapp 94%).

Im Jahr 2006 wurde am Standort Friedberg eine Projektgruppe gegründet, die Energieeinsparmaßnahmen umsetzen soll. So wurden u.a. im Jahr 2007 frequenzgeregelte Gebläseventilatoren eingebaut, deren Motoren die Leistung selbstständig gemäß dem jeweils benötigten Energiebedarf regeln. Außerdem wurden die Anlagenlaufzeiten optimiert und die Abwassermenge reduziert. Durch diese Maßnahmen wird der CO2-Ausstoss um rund 3.300 Tonnen pro Jahr gesenkt. Neben dem vorrangigen Ziel Umweltschutz haben die Maßnahmen zudem für eine Kostenreduktion bei Energien gesorgt.

In unserem österreichischen Werk in Graz lag der Themenschwerpunkt im Jahr 2007 auf der Implementierung des Umweltmanagementsystems ISO 14001:2004. Die Zertifizierung ist für Januar 2008 geplant. Auch hier wurde die Abfallsammlung und -trennung verbessert. Darüber hinaus änderte Fresenius Kabi in enger Zusammenarbeit mit Lieferanten Prozesse, um direkte und indirekte Maßnahmen zum Umweltschutz zu ergreifen. So konnten durch eine Änderung in der Aufbereitung von Reinraumkleidung – u.a. Verringerung des Verpackungsmaterials – Ressourcen eingespart und das Abfallaufkommen deutlich reduziert werden. Am Standort Linz, Österreich, beauftragt Fresenius Kabi ausschließlich qualifizierte Firmen für die Entsorgung. Die Verwertung und das Recycling haben Vorrang gegenüber der Beseitigung. Der Einsatz von Presscontainern verringert beispielsweise das Abfallvolumen und demzufolge auch die Transportkosten für die Entsorgung. Bei der Wirkstoffproduktion verzichten wir auf den Einsatz organischer Lösungsmittel, wodurch die Umweltbelastung reduziert wird.

In unserem Werk im schwedischen Uppsala konzentrierten wir uns weiter darauf, die Freisetzung von Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das Abfallaufkommen um bis zu 30% zu reduzieren und die Recyclingquote zu erhöhen. Begleitet wird dieses Projekt von Mitarbeiterschulungen: Neben dem Management sind auch Einkauf, Produktion und Logistik in das Projekt involviert. Allein im Produktionsbereich wurde das Abfallaufkommen bereits um rund 25% gesenkt.

FRESENIUS HELIOS

HELIOS hat die Abfallentsorgung ihrer Kliniken bereits frühzeitig nach den gesetzlichen Vorgaben organisiert. Ziel ist eine wirtschaftliche und ökologisch vertretbare Abfallentsorgung. Unser Entsorgungsmanagement verstehen wir als Prozess, der bereits im Einkauf unter Nutzung aller Instrumente der Verpackungsverordnung beginnt und mit einem konsequenten Recycling – z.B. Wiederaufbereitung von Lösemitteln oder Vermarktung von Infusionsgläsern – endet. Alle Abfälle werden standardisiert erfasst und den entsprechenden Abfallarten zugeordnet. Diese Daten dienen uns u.a. als Grundlage für die Entscheidung, ob Rahmenverträge mit regionalen Entsorgern oder ein Konzernrahmenvertrag mit einem Entsorger abgeschlossen werden.

FRESENIUS VAMED

Auch das Gesundheitswesen muss in Zukunft noch stärker der nachhaltigen Entwicklung gerecht werden. Gerade im Klinikbereich gilt es dies zu berücksichtigen. VAMED integriert die jeweiligen nationalen Umweltvorgaben bereits bei der Planung und dem Bau eines Krankenhauses oder anderer Gesundheitseinrichtungen als aktiven Beitrag für den Umweltschutz.