ERTRAGSLAGE

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2007 konnten wir den Konzernumsatz um 5% auf 11.358 Mio € steigern (2006: 10.777 Mio €). Das organische Wachstum erreichte sehr gute 6%, Akquisitionen trugen 6% zum Umsatzanstieg bei. Desinvestitionen hatten einen Einfluss von -2%. Währungsumrechnungseffekte wirkten sich mit -5% aus. Die Grafik zeigt die Einflüsse auf das Umsatzwachstum des Fresenius-Konzerns. Während wesentliche Effekte aus der Veränderung des Sortimentsmix nicht vorlagen, haben sich Preiseinflüsse im Bereich der Dialysedienstleistungen positiv ausgewirkt. Für die Zukunft sind wesentliche Veränderungen dieser beiden Größen nicht absehbar.

Nordamerika und Europa mit jeweils 43% vom Gesamtumsatz sind die beiden stärksten Umsatzregionen des Konzerns, gefolgt von der Region Asien-Pazifik mit 7% sowie Lateinamerika und Afrika mit 4% bzw. 3%. In Deutschland erzielten wir 22% unseres Konzernumsatzes.

UMSATZEINFLÜSSE
umsatzeinfluesse.png

In allen Regionen der Welt konnten wir den Umsatz deutlich steigern: In Nordamerika stieg der Umsatz währungsbereinigt um 10%. Dies ist vor allem zurückzuführen auf ein organisches Wachstum von 5% und auf die ganzjährige Konsolidierung der Renal Care Group. In Europa erreichten wir die Steigerung hauptsächlich durch ein organisches Wachstum von 5%. Erneut erzielten wir hohe organische Wachstumsraten in der Region Asien-Pazifik mit 9% sowie in Lateinamerika mit 10% und in Afrika mit 26%. Details zur regionalen Umsatzentwicklung sind der umseitigen Tabelle zu entnehmen.

Die Umsätze in den Unternehmensbereichen entwickelten sich wie folgt:  

Währungsumrechnungseffekte beeinflussten die Umsatzentwicklung mit -2%. Sie ergaben sich vor allem durch die Abschwächung der Währungen in Südafrika, China, Mexiko und Kanada. Hervorzuheben ist die Entwicklung in Asien-Pazifik. In dieser Region erreichte Fresenius Kabi ein hohes organisches Wachstum von 22%.  
UMSATZ NACH REGIONEN
in Mio €
2007 2006 Ver-
änderung
Organisches
Wachstum
 Währungsum-
rechnungs-
effekte
Akquisitionen/
Des-
investitionen
 Anteil am
Konzern-
umsatz
 
Europa 4.852 4.536 7% 5%  0%  2%  43%
Nordamerika 4.932 4.862 1% 5%  -9%  5%  43%
Asien-Pazifik   802  696  15%  9%  -5%  11%  7%
Lateinamerika   488  452  8%  10%  -3%  1%  4%
Afrika 284 231 23% 26%  -4%  1%  3%
Gesamt 11.358 10.777 5% 6%  -5%  4%  100%
 

UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN
in Mio €
2007 2006 Ver-
änderung
Organisches
Wachstum
Währungs-
umrech-
nungs-
effekte
Akquisi-
tionen/
Desinves-
titionen
Anteil am
Konzern-
umsatz
 
Fresenius Medical Care 7.093 6.768 5% 6%  -7%  6%  62%
Fresenius Kabi 2.030 1.893 7% 8%  -2%  1%  18%
Fresenius ProServe  2.268  2.155  5%  3%  0%  2%  20%
- davon
  Fresenius Helios
 1.841 1.673   10%  3%  0%  7%  16%
- davon
  Fresenius Vamed
408 392 4% 4%  0%  0%  4%
 

Ergebnisstruktur

Ausgezeichnete Wachstumsraten konnten im Berichtsjahr beim Jahresüberschuss erzielt werden: Der Konzern-Jahresüberschuss stieg um 24% auf 410 Mio €. Währungsumrechnungseffekte wirkten sich in Höhe von -4% aus, sodass das währungsbereinigte Wachstum 28% betrug. Dieser Erfolg wurde von allen Unternehmensbereichen getragen. Im Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2006 ist ein Betrag in Höhe von 22 Mio € enthalten für Einmalaufwendungen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Renal Care Group und der vorzeitigen Refinanzierung von Konzern-Verbindlichkeiten. Adjustiert um diesen Betrag hätte sich ein Anstieg des Jahresüberschusses im Jahr 2007 von 16% ergeben. Die Inflationsentwicklung hatte während des Berichtszeitraums keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Ertragslage.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFASSUNG)
in Mio € 2007 2006 Veränderung Veränderung
währungs-
bereinigt
 
Umsatz 11.358 10.777 5% 10%
Umsatzkosten -7.680 -7.351 -4% -9%
Bruttoergebnis vom Umsatz  3.678  3.426  7%  12%
Betriebliche Aufwendungen  -2.069  -1.982  -4%  -9%
EBIT (Operatives Ergebnis) 1.609 1.444 11% 17%
Zinsergebnis -368 -395 7% 2%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  -448  -414  -8%  -14%
Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn  -383  -305  -26%  -32%
Jahresüberschuss  410  330  24%  28%
Ergebnis je Stammaktie (in €)  2,64  2,15  23%  27%
Ergebnis je Vorzugsaktie (in €)  2,65  2,16  23%  27%
EBITDA  2.030  1.843  10%  15%
Abschreibungen 421 399 6% 10%
 

Der Konzern-EBITDA stieg währungsbereinigt um 15% und zu Ist-Kursen um 10% auf 2.030 Mio € (2006: 1.843 Mio €). Der Konzern-EBIT erhöhte sich währungsbereinigt um 17% und zu Ist-Kursen um 11% auf 1.609 Mio € (2006: 1.444 Mio € bzw. 1.448 Mio €, adjustiert um den Ertrag aus dem Verkauf von Dialysekliniken in den USA und Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition der Renal Care Group).

Der EBIT der einzelnen Unternehmensbereiche entwickelte sich wie folgt:

in Mio €
2007 2006 Veränd.
 
Fresenius Medical Care 1.153 1.050 10%
Fresenius Kabi   332  291  14%
Fresenius ProServe 181 154 18%
- davon Fresenius Helios 155 133 17%
- davon Fresenius Vamed 26 23 13%
 
WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG
in Mio € 2007 % 2006 %
 
Entstehung

   
Unternehmensleistung  11.489
 100  10.799  100
   - Vorleistungen 5.314
 46  5.064  47
Brutto-Wertschöpfung  6.175
 54  5.735  53
   - Abschreibungen 421
 4  399  4
Netto-Wertschöpfung   5.754  50  5.336  49
Verwendung         
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter   4.052  71  3.804 72
Öffentliche Hand   541  9  502  9
Darlehensgeber   368  6  395 7
Aktionäre 103 2 89 2
Unternehmen und andere Gesellschafter 690 12 546 10
Netto-Wertschöpfung 5.754 100 5.336 100
 

Entwicklung weiterer, wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Das Bruttoergebnis vom Konzernumsatz stieg auf 3.678 Mio € und übertraf damit um 7% den Vorjahreswert von 3.426 Mio € (währungsbereinigt: 12%). Die Bruttoergebnis-Marge konnten wir auf 32,4% erhöhen (2006: 31,8%). Die Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 7.680 Mio € zu, dabei sank der Anteil am Konzernumsatz von 68,2% im Jahr 2006 auf 67,6% (2006: 7.351 Mio €). Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten umfassen hauptsächlich Personalkosten, Vertriebskosten und Abschreibungen. Sie erhöhten sich im Berichtsjahr um 4% auf 1.885 Mio € (2006: 1.815 Mio €). Ihr Anteil am Konzernumsatz konnte auf 16,6% leicht verbessert werden (2006: 16,8%). Die Abschreibungen beliefen sich auf 421 Mio € (2006: 399 Mio €). Die Abschreibungsquote hat sich mit 3,7% im Berichtsjahr gegenüber dem Jahr 2006 nicht verändert.

Das Zinsergebnis des Konzerns betrug -368 Mio € und lag damit um 27 Mio € unter dem Vorjahreswert von -395 Mio €. Dieser war durch Einmalaufwendungen in Höhe von 30 Mio € für die vorzeitige Refinanzierung von Konzern-Verbindlichkeiten beeinflusst. Wechselkursveränderungen wirkten sich positiv auf das Zinsergebnis des Jahres 2007 aus, da rund 53% der Finanzverbindlichkeiten in US-Dollar bestehen. Der Währungseffekt betrug 21 Mio €.

Die Steuerquote belief sich im Berichtsjahr auf 36,1% (2006: 39,5% bzw. 37,2% adjustiert um den Steueraufwand aus dem Verkauf der Dialysekliniken in den USA, da der auf die Kliniken entfallende Firmenwert steuerlich nicht anerkannt wurde).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn stieg hauptsächlich aufgrund der guten Ergebnisentwicklung bei der Fresenius Medical Care auf 383 Mio € nach 305 Mio € im Geschäftsjahr 2006. Davon entfielen 92% auf Anteile anderer Gesellschafter an der Fresenius Medical Care.

Das Ergebnis je Stammaktie erhöhte sich auf 2,64 € (2006: 2,15 €), das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 2,65 € (2006: 2,16 €). Dies entspricht einem Plus von jeweils 23%.

Auch die Renditekennzahlen im Verhältnis zum Umsatz haben wir im Geschäftsjahr 2007 deutlich verbessert, wie folgende Tabelle zeigt:

in % 2007 2006
 
EBITDA-Marge 17,9 17,1
EBIT-Marge 14,2 13,4
Umsatzrendite (vor Steuern und
Gewinnanteilen Dritter)
10,9 9,7
 
 

Wertschöpfung

Die Wertschöpfungsrechnung zeigt die von Fresenius im Geschäftsjahr erbrachten wirtschaftlichen Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen, d.h. abzüglich des wertmäßigen Verbrauchs bezogener Güter und Leistungen sowie der Abschreibungen. Die Wertschöpfung des Fresenius-Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2007 5.754 Mio € (2006: 5.336 Mio €). Sie liegt damit um 8% über dem Wert des Jahres 2006. Die Verwendungsrechnung zeigt, dass den wesentlichen Anteil der Wertschöpfung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten; dies waren 4.052 Mio € bzw. 71%. Danach folgen mit 9% bzw. 6% die öffentliche Hand und die Darlehensgeber mit 541 Mio € bzw. 368 Mio €. Den Aktionären fließen 103 Mio € zu, auf andere Gesellschafter entfielen 383 Mio €. Zur inneren Stärkung des Geschäfts verblieben 307 Mio € der Wertschöpfung im Unternehmen.