ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der starke, seit dem Jahr 2004 anhaltende Aufschwung der Weltwirtschaft kühlte im Laufe des Jahres 2007 leicht ab. Ausgangspunkt dafür war die in der zweiten Jahreshälfte einsetzende Finanzmarktkrise in den USA, die durch Zahlungsausfälle im Subprime-Bereich für US-amerikanische Hypothekendarlehen ausgelöst wurde. Dies führte in der Folge zu Liquiditätsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten und temporär zu erheblichen Kursverlusten auf den Aktienmärkten.

Das globale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) war geringfügig schwächer als im Vorjahr und lag bei 5,2% (2006: 5,4%). Dabei hat das Gewicht der Schwellenländer wie China, Indien und Russland in den letzten Jahren zugenommen, während die Bedeutung der beiden größten Wirtschaftsräume, USA und Japan, abgenommen hat. Getragen wurde das weltweite Wachstum hauptsächlich von der anhaltend kräftigen Nachfrage aus den Schwellenländern. 

Der Ölpreis stieg im Jahr 2007 kräftig an und erreichte neue Höchstwerte bei fast 100 US$ je Barrel. Der Euro stieg gegenüber dem US-Dollar aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung im Euroraum und der Erwartung weiterer Leitzinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank.

ANTEIL FÜHRENDER WIRTSCHAFTSNATIONEN
AM WELTWEITEN BIP
  2007 2000 2007 2000
  in Mrd US$ Anteil in %
 
USA 13.794 9.817 25,8 30,9
Japan 4.346 4.669 8,1 14,7
Deutschland   3.259  1.906  6,1  6,0
China   3.249  1.199  6,1  3,8
Indien 1.090 462 2,0
1,5
Russland 1.224 260 2,3 0,8
 

Trotz der Abwertung des Yen und einer starken Weltkonjunktur ist es der japanischen Wirtschaft nicht gelungen, sich endgültig aus einer nahezu deflationären Situation zu befreien. Das japanische BIP-Wachstum verringerte sich auf 1,6% (2006: 2,2 %). Die Schwellenländer Südostasiens nutzten die günstigen Exportbedingungen und setzten ihre wirtschaftliche Expansion fort. Dabei zeigten sie sich gegenüber der internationalen Finanzmarktkrise relativ robust.  

Quelle: Jahresgutachten 2007/2008 des Sachverständigenrats, Banken-Research, OECD-Gesundheitsdaten 2007

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Von konjunkturellen Schwankungen weitgehend unabhängig, weist der Markt für gesundheitsbezogene Produkte und Leistungen seit vielen Jahren ein stetiges Wachstum auf. Dessen stärkste Triebkräfte sind in den entwickelten Ländern der demographische Wandel, die stetige Nachfrage nach neuen Therapieformen und der medizintechnische Fortschritt. Auch das zunehmende Gesundheitsbewusstsein führt zu einem steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen und -einrichtungen. In den Schwellenländern dagegen ergibt sich das Wachstum vor allem aus den stetig zunehmenden Zugangsmöglichkeiten zu medizinischer Grundversorgung.

Gleichzeitig wächst der Anteil der Gesundheitskosten am Volkseinkommen. So erhöhten sich in den OECD-Ländern die durchschnittlichen Gesundheitsausgaben pro Kopf zwischen 1990 und 2005 um über 80%. Das BIP wuchs im gleichen Zeitraum um 37%. Jedes vierte OECD-Land wendet heute mehr als 10% seines BIP für Gesundheit auf. Die höchsten Anteile wiesen im Jahr 2005 die USA auf, gefolgt von der Schweiz, Frankreich und Deutschland. 

Um den stetig steigenden Ausgaben zu begegnen, greifen die Staaten zu Reformen im Gesundheitswesen und zu Kostendämpfungsmaßnahmen. In der Vergangenheit standen dabei zumeist kurzfristige Veränderungen in der Finanzierung medizinischer Leistungen im Vordergrund. Zunehmend werden überholte Versorgungsstrukturen auf den Prüfstand gestellt und marktwirtschaftliche Elemente in das Gesundheitswesen eingeführt. Ziel ist es, neue Anreize für kosten- und qualitätsbewusstes Handeln zu schaffen. Die Qualität der Behandlung trägt entscheidend dazu bei, dass medizinische Resultate optimiert und die Behandlungskosten insgesamt reduziert werden können. Vor diesem Hintergrund gewinnen auch Gesundheitsprogramme zur Prophylaxe an Bedeutung ebenso wie innovative Vergütungsmodelle, in denen die Qualität der Behandlung den zentralen Bezugswert darstellt. 

GESUNDHEITSAUSGABEN IM VERHÄLTNIS ZUM BIP
in % 1970 1980 1990 2000 2005
 
USA 7,0 8,8 11,9 13,2  15,3
Schweiz 5,5 7,4 8,3 10,4  11,6
Frankreich   5,4  7,0  8,4  9,6  11,1
Deutschland 6,0 8,4 8,3 10,3  10,7
 

Im Folgenden werden die Entwicklungen in unseren wichtigsten Märkten näher erläutert:  

DIALYSEPATIENTEN – REGIONALE AUFTEILUNG
Dialysepatienten - Regionale Aufteilung

Davon werden in den USA circa 1%, in der Europäischen Union hingegen rund 60% von der öffentlichen Hand geführt. In Japan liegt der von privaten Nephrologen betriebene Anteil an Dialysekliniken bei etwa 80%.

Im Dialyseproduktmarkt zählen Dialysatoren, Hämodialysegeräte, Dialyselösungen sowie Produkte für die Peritonealdialyse zu den wichtigsten Produkten. Dialysatoren bilden mit Abstand die größte Produktgruppe. Das Absatzvolumen belief sich im Jahr 2007 auf rund 165 Millionen Stück. Davon hat Fresenius Medical Care im Berichtsjahr allein circa 75 Millionen Stück produziert. Dialysegeräte sind ein weiteres wichtiges Segment im Produktgeschäft. Von den etwa 55.000 Dialysegeräten, die im Jahr 2007 neu in den Markt gebracht wurden, stammen über 50% von Fresenius Medical Care. Im weltweiten Geschäft mit Dialyseprodukten liegt der Marktanteil der drei größten Hersteller bei nahezu 70%. Fresenius Medical Care kommt dabei als Marktführer auf einen Anteil von rund 30%.

Fresenius Medical Care ist auch im Dialysedienstleistungsgeschäft weltweit führend. In den USA hat das Unternehmen die Nr.1-Position bei Dialysedienstleistungen auf einen Marktanteil von circa 34% ausgebaut. Fresenius Medical Care und DaVita, der zweitgrößte Anbieter von Dialysedienstleistungen, betreiben insgesamt rund zwei Drittel aller US-amerikanischen Dialysekliniken. Außerhalb der USA ist der Markt für Dialysedienstleistungen deutlich stärker fragmentiert. 

Da die Behandlungskosten in den USA vorwiegend von staatlichen Trägern erstattet werden, findet der Wettbewerb dort vor allem über die Qualität und Verfügbarkeit der Dienstleistungen statt. In den meisten anderen Ländern konkurriert Fresenius Medical Care insbesondere mit unabhängigen Einzelkliniken und Kliniken, die Krankenhäusern angegliedert sind. Terminales Nierenversagen ist eine der wenigen chronischen Erkrankungen, deren Behandlung in den USA von den staatlichen Trägern erstattet wird. Für mehr als 80 % aller US-amerikanischen Dialysepatienten stellen die beiden staatlichen Gesundheitsfürsorgeprogramme Medicare und Medicaid die medizinische Versorgung sicher. Änderungen in der Kostenerstattung oder in der Methodik der Kostenerstattung von Medicare und Medicaid haben daher eine besondere Bedeutung für unser nordamerikanisches Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2007 sind in den USA folgende Änderungen der Kostenerstattung in Kraft getreten:

Im Berichtsjahr erfolgte in den USA eine umfangreiche Diskussion über die Behandlung der Blutarmut (Anämie) bei Dialysepatienten. Hierbei wird häufig der Hämoglobin-Wert gemessen, der Aufschluss über eine medizinisch adäquate Versorgung mit blutbildenden Substanzen, wie EPO, geben soll. Bei Dialysepatienten liegt die empfohlene Zielbandbreite des Hämoglobin-Wertes bei 10 bis 12 g/dl Blut; sie wurde im Laufe des Jahres auch von verschiedenen US-Behörden als angemessen erachtet.

Darüber hinaus fanden intensive Diskussionen über eine mögliche Verlängerung des sogenannten Medicare Secondary Payor (MSP) statt. Zentraler Diskussionspunkt ist dabei die Frage, ob private Krankenversicherungen die Kosten ihrer Dialysepatienten länger tragen müssen. Derzeit beträgt dieser Zeitraum 30 Monate. Danach übernehmen die staatlichen Träger die Kosten. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 wurde noch keine Entscheidung getroffen, sodass sich hier keine Änderungen ergeben haben. 

In Mittel- und Westeuropa liegt das Wachstum des Gesamtmarktes für Infusionstherapien und klinische Ernährung im unteren einstelligen Prozentbereich. Das Wachstum des Marktes für intravenös verabreichte, generische Arzneimittel für das Krankenhaus bewegt sich dagegen im mittleren einstelligen Prozentbereich. Vor allem aufgrund des Kostendrucks werden immer mehr generische Arzneimittel eingesetzt. Der Ablauf des Patentschutzes für zahlreiche Originalpräparate wird dieses Wachstum weiter beschleunigen. Die erprobten patentfreien Wirkstoffe finden dann ihren Einsatz in Generikaprodukten.

Der Markt für medizintechnische Produkte im Bereich der Infusionstherapie und klinischen Ernährung wächst in Europa weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich. Wachstumstreiber sind hier vor allem technologische Innovationen. Dabei stehen die Sicherheit der Behandlung und die Effizienz der Therapie im Fokus.

In den Wachstumsregionen Asien-Pazifik, Lateinamerika und in den osteuropäischen Ländern hat die Sicherung der medizinischen Basisversorgung Vorrang. Dies lässt vor allem die Nachfrage nach lebensrettenden und -erhaltenden Gesundheitsleistungen kontinuierlich steigen. In diesen Ländern liegen die Wachstumsraten in unseren Produktmärkten im hohen einstelligen bis zweistelligen Prozentbereich.

Fresenius Kabi geht nach eigenen Erhebungen davon aus, dass sich das für sie relevante Marktvolumen für Infusionslösungen und klinische Ernährung in einer Größenordnung von rund 9 Mrd € bewegt.

KENNZAHLEN ZUR STATIONÄREN VERSORGUNG
IN DEUTSCHLAND
  2006 2005 Veränd.
 
Krankenhäuser 2.104 2.139 -1,6%
Aufgestellte Betten 510.767 523.824 -2,5%
Fälle (Mio)   16,83  16,54  1,8%
Betten je 1.000 Einwohner   6,2  6,4  -0,2
Ø Kosten je Fall (€) * 3.932 3.813 3,1%
Verweildauer (Tage) 8,5 8,7 -0,2
 
* nach Bruttogesamtkosten
Trotzdem liegt Deutschland mit 6,4 Betten je 1.000 Einwohner im Jahr 2005 immer noch weit über dem OECD-Durchschnitt von 3,9.

Die durchschnittliche Verweildauer eines Patienten in einer Akutklinik (ohne psychiatrische Fachkliniken) lag Ende 2006 in Deutschland bei 8,5 Tagen. Die HELIOS-Akutkliniken verzeichneten im Jahr 2006 eine mittlere Verweildauer von 7,1 Tagen. Dies konnte insbesondere durch besser organisierte Behandlungsabläufe erreicht werden.

Nach einem Höchststand von 17,4 Millionen stationär versorgter Fälle im Jahr 2002 waren die Fallzahlen in Deutschland in den folgenden drei Jahren rückläufig. Dies war u.a. eine Folge der Einführung der DRG-basierten Vergütung, die zu einem verstärkten Abbau von Fehlbelegungen und einer zunehmenden Anzahl ambulanter Behandlungen geführt hat. Im Jahr 2006 hat sich die Fallzahl gegenüber dem Vorjahr wieder leicht erhöht. Zwar ist aufgrund der demografischen Entwicklung einerseits mit einem Ansteigen der Fallzahlen im Bereich der Hochleistungsmedizin zu rechnen, andererseits muss weiter mit einer Verlagerung von leichteren Fällen in den ambulanten Bereich gerechnet werden. Deutschland verzeichnete 204 stationäre Krankenhausfälle pro 1.000 Einwohner im Jahr 2006. Im internationalen Vergleich ist diese Zahl deutlich geringer. So lag sie z.B. in den USA bei 117 Fällen im Jahr 2005. Auch andere Länder liegen mit Werten um 150 Fälle je 1.000 Einwohner unter dem deutschen Wert. In Deutschland ist insofern ein anhaltender Druck auf die stationären Versorgungskapazitäten zu erwarten. Die HELIOS Kliniken konnten dennoch ihre Fallzahlen steigern.

HELIOS plant, die stationäre Versorgung durch den Ausbau medizinisch komplexer, überwiegend stationär zu erbringender Leistungen und durch die Steigerung der Versorgungsqualität gerade im Bereich der Hochleistungsmedizin zu stärken.

Die steigenden Fallzahlen der HELIOS Kliniken und die Patientenumfragen zeigen, dass die gezielte, medizinisch sinnvoll strukturierte Absenkung der Verweildauer durch bessere Organisation auch von den Patienten positiv gesehen wird. 

Die in Deutschland erforderlichen strukturellen Anpassungen hinsichtlich der Anzahl von Krankenhäusern und der Bettenkapazitäten gehen mit einer vielfach schwierigen finanziellen und wirtschaftlichen Situation der Kliniken einher. Wesentliche Faktoren dafür sind: Ein steigender Investitionsbedarf aufgrund erhöhter Qualitätsanforderungen sowie infolge des medizintechnischen Fortschritts eine zunehmend schärfere Wettbewerbssituation aufgrund der Vereinheitlichung der Leistungsvergütung. Der jährliche Investitionsstau wird derzeit auf rund 5 Mrd € geschätzt. Die Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken hängt daher auch davon ab, ob sie in der Lage sind, Investitionen aus Eigenmitteln zu finanzieren. Die HELIOS Kliniken haben im Jahr 2007 149 Mio € aus Eigenmitteln zusätzlich zu den in Anspruch genommenen Fördermitteln der Länder investiert und damit ihre Wettbewerbsposition weiter verbessert. 

Im Jahr 2007 musste der Klinikmarkt erhebliche Belastungen verarbeiten: die Einführung des Sanierungsbeitrags für Krankenhäuser, bei dem u.a. die Rechnungen an die gesetzlichen Krankenkassen um 0,5% gekürzt wurden, die Mehrwertsteuererhöhung, die Tariferhöhung für Klinikärzte und Mehrkosten durch das EU-Arbeitszeitgesetz. Für das Jahr 2007 wird damit gerechnet, dass nur rund 40% der Kliniken einen Jahresüberschuss erzielen werden.

Im Jahr 2007 hielt der Privatisierungstrend im deutschen Krankenhausmarkt zwar an, hat sich allerdings etwas verlangsamt.

Die Aufteilung der Krankenhausbetten nach Trägern zeigt sich im Jahr 2006 wie folgt: 

ANTEIL DER KRANKENHAUSBETTEN NACH TRÄGERN
ANTEIL DER KRANKENHAUSBETTEN NACH TRÄGERN


Qualität bleibt ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Krankenhausmarkt. In den seit dem Jahr 2005 von allen deutschen Akutkrankenhäusern vorgelegten strukturierten Qualitätsberichten werden Art und Anzahl der Leistungen der Krankenhäuser sowie deren Qualität veröffentlicht. Der Transparenz und Vergleichbarkeit der Leistungen für die Patienten und ihre betreuenden Ärzte wird eine immer entscheidendere Rolle zukommen.

Quellen: Statistisches Bundesamt, OECD-Gesundheitsdaten 2007, Bundesärztekammer “zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland”, Krankenhaus-Barometer 2007

Einschätzung des Vorstands zur Auswirkung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung auf den Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Weltwirtschaft und die Entwicklung unserer Branche, sowohl in den etablierten Märkten als auch in den Wachstumsmärkten, hat sich im Geschäftsjahr 2007 insgesamt positiv für Fresenius ausgewirkt. Dem ist ein wesentlicher Teil des Wachstums des Konzerns zu verdanken. Fresenius hat, getragen von der hohen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, insgesamt das Branchenwachstum übertroffen.

Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die positive Geschäftsentwicklung des Fresenius-Konzerns ganz entscheidend durch die sehr gute Performance des bestehenden Geschäfts der Unternehmensbereiche bewirkt, die sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutliche Steigerungen erzielen konnten. Die Veränderung der Währungsrelationen, vor allem des US-Dollars zum Euro, hatte im Jahresabschluss in der Währungsumrechnung einen gewichtigen Einfluss. Ferner wurde die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns beeinflusst durch verschiedene Akquisitionen und Desinvestitionen, teils aus dem Jahr 2006.

Hier sind vor allem zu nennen: Renal Care Group sowie der taiwanesische Dialyseanbieter Jiate Excelsior, Renal Solutions in den USA, die HUMAINE Kliniken, ferner zwei Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und eines am Bodensee. Die Städtischen Kliniken Krefeld wurden zum 31. Dezember 2007 in der Bilanz konsolidiert. Fresenius Kabi hat das enterale Ernährungsgeschäft von Nestlé in Frankreich (Novartis Nutrition S.A.S.) und Spanien (Nestlé España) im Berichtsjahr erworben. Desinvestiert wurden das Perfusionsgeschäft der Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care Extracorporeal Alliance sowie die Engineeringgesellschaften Pharmaplan und Pharmatec. Der Einfluss der Akquisitionen und Desinvestitionen in der Bilanz zum 31. Dezember 2007 des Fresenius-Konzerns ist jedoch nicht als wesentlich zu bezeichnen. 

Beurteilung der Geschäftsentwicklung durch den Vorstand

Die wirtschaftliche Entwicklung des Fresenius-Konzerns verlief nach Überzeugung des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 wiederum ausgezeichnet – mit Umsatz-, Ergebnis- und Margensteigerungen in allen Unternehmensbereichen. Die beiden Unternehmensbereiche Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi konnten von einer weiterhin starken Nachfrage sowohl nach Produkten als auch nach Dienstleistungen profitieren und sich insgesamt besser als der Markt entwickeln. Dies schlug sich in einem nachhaltig hohen organischen Umsatzwachstum und höherer Profitabilität nieder. Ebenso erreichte Fresenius Helios ein sehr gutes organisches Wachstum und eine weitere Steigerung der operativen Marge. Fresenius Vamed hat das Geschäftsjahr 2007 ebenfalls, wie erwartet, mit einer guten Umsatz- und Ergebnissteigerung abschließen können. 

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Sämtliche Ziele, die sich Fresenius für das Jahr 2007 gesetzt hatte, konnten wir, wie nachfolgende Übersicht zeigt, erreichen bzw. übertreffen.

Basierend auf der sehr guten Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen hat Fresenius Ende Oktober 2007 die Prognosen beim Umsatz und Jahresüberschuss nochmals erhöht. Beim prognostizierten währungsbereinigten Umsatzwachstum von 9 bis 10% liegt Fresenius mit 10% am oberen Ende des erwarteten Werts. Der prognostizierte währungsbereinigte Anstieg des Jahresüberschusses von mehr als 25% wurde mit 28% ebenfalls voll erreicht. Zu verdanken ist dies vor allem der Tatsache, dass sich das Geschäft der Fresenius Medical Care und der Fresenius Helios noch positiver als erwartet entwickelte. Die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA liegt unter der anvisierten Bandbreite von 2,8 bis 3,0 und betrug 2,6 am 31. Dezember 2007. Fresenius hat im Geschäftsjahr 2007 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 705 Mio € investiert und liegt damit etwas über der vorgesehenen Bandbreite von 600 bis 700 Mio €. 

Konzern Ziele 2007 publiziert
Februar 2007
Zielerhöhung publiziert
August 2007
Zielerhöhung publiziert
Oktober 2007
Erreicht
2007
 
Umsatz (Wachstum, währungsbereinigt) 8 bis 10%   9 bis 10% 10%
Jahresüberschuss
(Wachstum, währungsbereinigt)
20 bis 25% ~25% mehr als 25% 28%

Investitionen 
 600 bis 700 Mio €      
705 Mio €
Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA 2,8 bis 3,0     2,6