Begriffe aus dem Gesundheitswesen
Adsorbersysteme
Verfahren zur selektiven Blutreinigung. Ein Gehäuse,
gefüllt mit einem speziellen Material (Gel/Pulver)
wird von Blut oder Plasma durchströmt. Das
Material besteht aus einer festen Trägersubstanz
mit einer großen Oberfläche an die aktive Gruppen/Moleküle gebunden sind, die selektiv Schadstoffe/Pathogene aus dem Blut/Plasma binden/adsorbieren können.
Albumin
Ein Eiweiß (Protein), das Aufschluss über den allgemeinen
Ernährungszustand eines Patienten gibt.
Antikörper
Zu den Gammaglobulinen gehörende Gruppe von
Immunglobulinen (Eiweißkörper), die von B-Lymphozyten
und Plasmazellen als Antwort des Immunsystems
nach Kontakt des Organismus mit Antigenen
gebildet und in die Körperflüssigkeiten
abgegeben werden. Antikörper reagieren gezielt
mit speziellen Antigenen.
Apherese
Verfahren der Blutentnahme von einem Spender
oder auch Patienten, bei der nach Abtrennung und
Entfernung bestimmter Bestandteile (Thrombozyten,
Plasma) das restliche Blut wieder zurück
infundiert wird.
Aszites
Bauchwassersucht.
Blutvolumenersatz
Infusionslösung zum Ausgleich von Blutverlusten.
Compounding
Mischen von unterschiedlichen Lösungen oder
Komponenten zur I.V.- oder parenteralen
Ernährungstherapie.
Dialysator
Spezieller Filter, der in der Hämodialyse zur Entfernung
toxischer Substanzen und zur Abscheidung
überschüssigen Wassers aus dem Blut verwendet
wird.
Dialyse
Form der Nierenersatztherapie, bei der eine semipermeable
Membran zur Kontrolle des Stoffaustausches
im Blut gelöster Teilchen verwendet wird,
d.h. in der Peritonealdialyse das Peritoneum
(Bauchfell) des Patienten und in der Hämodialyse
die Membran des Dialysators.
Dialysierlösung
Bei der Dialyse verwendete Flüssigkeit.
Dialysegerät
Der Hämodialyseprozess wird durch ein Dialysegerät
gesteuert, das Blut pumpt, gerinnungshemmende
Mittel zusetzt, den Reinigungsprozess reguliert
und die Mischung der Dialysierlösung und ihre
Fließgeschwindigkeit durch das System steuert.
Disease-Management
Holistisches Konzept der Patientenbehandlung
unter Berücksichtigung aller mit der Krankheit verbundenen
medizinischen Aspekte.
Einmal-Dialysator
Dialysator, der im Gegensatz zu re-use (Wiederverwendung)
nur einmal verwendet wird.
Einmalartikel der Infusionstherapie
Medizintechnische Produkte für den einmaligen
Gebrauch zur Verabreichung bzw. Überleitung von
Infusionslösungen oder intravenös verabreichten
Arzneimitteln.
Enterale Ernährung
Zufuhr von Nährstoffen als Trink- und Sondennahrung
unter Einbeziehung des Magen-Darm-Traktes.
EPO (Erythropoietin)
Hormon, das die Produktion roter Blutkörperchen
anregt. Rekombinantes, also künstlich hergestelltes,
Human-EPO wird üblicherweise Dialysepatienten
verschrieben, die an Anämie leiden.
Extrakorporal
Außerhalb des Körpers erfolgend.
Graft-versus-Host-Disease (aGvHD)
Abstoßungsreaktion nach Transplantation verursacht
durch T-Zellen in dem Spendertransplantat,
die den Empfängerorganismus angreifen.
HACCP-Konzept (Hazard Analysis Critical
Control Point)
Konformitätsbewertungsverfahren, das die Übereinstimmung
mit geltenden Normen belegt.
Hämodiafiltration (HDF)
Spezielle Form der Behandlung von Patienten mit
chronischem Nierenversagen (ESRD), in der die
Vorteile der Hämodialyse und der Hämofiltration
kombiniert genutzt werden, d.h. es werden hohe
Eliminationsraten für Substanzen mit niedrigem
und hohem Molekulargewicht mittels Diffusion
bzw. Konvektion erzielt.
Hämodialyse (HD)
Behandlungsmethode für Dialysepatienten, bei der
das Blut des Patienten durch einen Dialysator gereinigt
wird. Der Austausch löslicher Substanzen
zwischen Blut und Dialysierflüssigkeit wird durch
Diffusionsprozesse geregelt.
Immunsuppressivum
Arzneimittel zur Immunsuppression; d.h. zur
künstlichen Unterdrückung oder Abschwächung
der Immunreaktion des Organismus zur Behandlung
von Autoimmunkrankheiten oder Verhinderung
von Transplantatabstoßungen.
Infusionsmanagementsystem
Ein Geräteverbund aus Infusions- und Spritzenpumpen,
der die gleichzeitige Zufuhr verschiedener
intravenös verabreichter Arzneimittel und Infusionslösungen
ermöglicht und zugleich die
verabreichten Volumina erfasst.
INN
Internationaler markenfreier Name für Arzneimittelwirkstoffe.
Wird von der Weltgesundheitsorganisation
vergeben.
Intraperitoneal
Gabe eines Medikamentes in die Bauchhöhle.
Kolloide
Blut- und Plasmaersatz.
Lipidemulsionen/Fettemulsionen
Bestandteile der parenteralen Ernährung. Sie dienen
primär der Zufuhr von Energie und essenziellen
Fettsäuren.
Parenterale Ernährung
Zufuhr von Nährstoffen direkt in die Blutbahn
(intravenös).
Peritonealdialyse (PD)
Behandlungsmethode in der Dialyse, bei der das
Peritoneum (Bauchfell) des Patienten als „Filter“
für die Blutreinigung genutzt wird.
Platinhaltige Chemotherapie
Platinhaltige Substanzen (z.B. Carboplatin oder
Cisplatin) sind häufig eingesetzte Chemotherapeutika
und Bestandteil der Standardtherapie des Ovarialkarzinoms.
Polyklonale Antikörper
Antikörper, die eine bestimmte Struktur erkennen,
jedoch von verschiedenen Zellklonen produziert
werden.





