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Home arrow Jahresabschluss arrow Konzernanhang arrow 2. Akquisitionen und Desinvestitionen

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2. AKQUISITIONEN UND DESINVESTITIONEN

AKQUISITIONEN UND DESINVESTITIONEN

Der Fresenius-Konzern hat insgesamt Akquisitionen in Höhe von 613 Mio € im Jahr 2007 bzw. 3.714 Mio € im Jahr 2006 getätigt. Dabei wurden im Jahr 2007 Kaufpreiszahlungen in Höhe von 444 Mio € in bar geleistet und Verpflichtungen in Höhe von 169 Mio € übernommen.

Fresenius Medical Care tätigte im Jahr 2007 Akquisitionen in Höhe von 257 Mio €. Die größte Akquisition bezog sich auf den Erwerb des gesamten Stammkapitals der Gesellschaft Renal Solutions, Inc. (RSI), einer Indiana Corporation mit Sitz in Warrendale, Pennsylvania, USA, am 26. November 2007. Die Vereinbarung bezüglich des Erwerbs von RSI umfasst die Zahlung von insgesamt bis zu 204 Mio US$, bestehend aus einer Vorauszahlung von 20 Mio US$ in Form eines Darlehens, 100 Mio US$ beim Kaufabschluss sowie weiteren 60 Mio US$, die nach einem Jahr fällig werden und bereits bei Kaufabschluss als Verbindlichkeit angesetzt wurden. Des Weiteren wurden aufgrund einer Anpassung des Working Capitals 3 Mio US$ als Kaufpreisminderung in Anspruch genommen sowie Meilensteinzahlungen von bis zu 30 Mio US$ über die nächsten drei Jahre, die von der Erreichung bestimmter Erfolgskriterien abhängig sind, vereinbart. Der Nettobarwert der Meilensteinzahlungen in Höhe von 30 Mio US$ wurde von Fresenius Medical Care als Verbindlichkeit in Höhe von 27,4 Mio US$ angesetzt, da die Erfüllung der zukünftigen Erfolgskriterien als sehr wahrscheinlich angesehen wird. Die restlichen Akquisitionen in Höhe von 108 Mio € umfassen im Wesentlichen den Erwerb von Dialysekliniken.

Fresenius Medical Care hat im 2. Quartal 2007 das Perfusionsgeschäft der Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care Extracorporeal Alliance (FMCEA) verkauft. Im Geschäftsjahr 2006 betrug der Umsatz des Perfusionsgeschäfts etwa 83 Mio €. Seit dem 9. Mai 2007 wird das Perfusionsgeschäft der FMCEA nicht mehr konsolidiert.

Die Akquisitionen der Fresenius Medical Care im Jahr 2006 in Höhe von 3.561 Mio € entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb von Renal Care Group, Inc. (RCG), einer Delaware Corporation mit Sitz in Nashville, Tennessee, USA. Die Akquisition wurde am 31. März 2006 abgeschlossen. Für einen Kaufpreis von 4.158 Mio US$ in bar, abzüglich übernommener flüssiger Mittel, hat Fresenius Medical Care das gesamte Stammkapital der RCG sowie deren Schulden von 658 Mio US$ übernommen und die Aktienoptionen von RCG abgelöst. Das operative Ergebnis der RCG geht seit dem 1. April 2006 in den Konzernabschluss des Fresenius-Konzerns ein. Daher sind die Ergebnisse des Jahres 2007 nicht mit denen des Jahres 2006 vergleichbar. 

Am 14. November 2006 hat Fresenius Medical Care die weltweiten Rechte an dem PhosLo® Phosphatbindergeschäft sowie des zugehörigen Anlagevermögens von Nabi Biopharmaceuticals, Inc. übernommen. PhosLo® ist ein Kalziumacetat-Phosphat-Binder für die orale Behandlung von Hyperphosphatämie vorwiegend bei chronisch Nierenkranken. Der Kaufpreis betrug 65,3 Mio US$ in bar einschließlich Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,3 Mio US$. Zusätzlich wurden im Dezember 2006 eine Meilensteinzahlung in Höhe von 8 Mio US$ und im Jahr 2007 eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 2,5 Mio US$ geleistet. Abhängig von der Erreichung vertraglich definierter Erfolgsziele wird in den nächsten zwei bis drei Jahren eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 10,5 Mio US$ erbracht. Der Kaufpreis teilt sich auf in 64,8 Mio US$ für Technologie, mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren, 2,8 Mio US$ für Know-how aus Entwicklungsprojekten, die direkt als Aufwand gebucht wurden, einen Firmenwert in Höhe von 7,3 Mio US$ sowie sonstige Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio US$. 

Im Rahmen dieser Transaktion erwarb Fresenius Medical Care zudem weltweite Rechte für eine neue Darreichungsform des Produkts, die sich derzeit noch in der Entwicklung befindet. Fresenius Medical Care geht davon aus, dass diese Entwicklung im Jahr 2009 zur Zulassung in den USA eingereicht wird. Nach einer erfolgreichen Einführung dieser neuen Darreichungsform des Produkts wird Fresenius Medical Care beginnend mit der ersten Kommerzialisierung bis zum 13. November 2016 Lizenzgebühren für die durch die neue Darreichungsform erzielten Umsätze an Nabi Biopharmaceuticals, Inc. entrichten. Die für die gesamte Transaktion zu leistenden Zahlungen, bestehend aus der ursprünglichen Kaufpreiszahlung, den Meilensteinzahlungen und den Lizenzgebühren, sind auf 150 Mio US$ begrenzt.

Fresenius Kabi tätigte im Jahr 2007 Akquisitionen in Höhe von 178 Mio €. Diese entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb der enteralen Ernährungsgeschäfte von Nestlé in Frankreich (Novartis Nutrition S.A.S.) und in Spanien (Nestlé España S.A.), den Erwerb des Blutvolumenersatz-Geschäfts von Kyorin Pharmaceuticals Co. Ltd., Japan, den Erwerb der restlichen Anteile an Pharmatel Fresenius Kabi Pty Ltd., Australien, sowie auf den Erwerb von Laboratorios Filaxis S.A., Argentinien. Im Dezember 2007 hat Fresenius Kabi einen Vertrag zum Erwerb von Laboratorio Sanderson S.A., Chile, und einen Vertrag zum Erwerb von Ribbon S.r.L., Italien, unterzeichnet. Beide Akquisitionen wurden im Januar 2008 abgeschlossen.