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Angesichts des anhaltenden Nachfragerückgangs bei Wohnimmobilien ist bereits ein Rückgang der Immobilienpreise festzustellen. Sinkende Immobilienpreise werden über ihren Vermögenseffekt negative Auswirkungen auf den Konsum entfalten. In diesem Umfeld ist zu erwarten, dass die Federal Reserve weitere Leitzinssenkungen vornimmt. 

  • Asien
    Für Asien (ohne Japan) rechnen die Experten mit einem Zuwachs des BIPs von 8,6%. In China werden die Befürchtungen einer Überhitzung immer größer. Es wird erwartet, dass die chinesische Zentralbank weitere Schritte einleiten wird, die einer solchen entgegenwirken. Durch die Abschwächung der US-Konjunktur könnte China, das rund 20% seiner Exporte in die USA absetzt, eine leichte konjunkturelle Dämpfung erfahren. Mit einer erwarteten Zuwachsrate von 10,4% bleibt die wirtschaftliche Dynamik jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Japan, das von der globalen Dynamik der letzten Jahre weniger stark profitieren konnte, sollte sich im Jahr 2008 mit einem Zuwachs des BIPs von geschätzten 1,6% verhalten entwickeln. Die Binnennachfrage expandiert lediglich moderat, positive Konjunkturimpulse gehen weiterhin von der Exportnachfrage aus. 
  • Lateinamerika
    Im Jahr 2008 sollte sich die wirtschaftliche Expansion in Lateinamerika mit leicht abgeschwächter Geschwindigkeit fortsetzen. Die Abkühlung der Konjunktur in den USA und in geringerem Maße in den europäischen Ländern sind dafür der Hauptgrund. Das BIP dürfte somit um 4,4% zulegen. Durch die starke Handelsverflechtung mit den USA wird Mexiko von dieser Entwicklung am stärksten betroffen sein. In Mexiko sollte das BIP mit 3,4% wachsen. In Argentinien und Brasilien sind die konjunkturellen Risiken, die sich aus einer Verlangsamung der Konjunktur in den USA und Europa sowie durch sinkende Rohstoffpreise ergeben könnten, innerhalb der Region am geringsten. Sie sind am weitesten entwickelt und in ihren wirtschaftlichen Aktivitäten diversifizierter; beispielsweise sind sie nicht abhängig von nur einem Export-Rohstoff. Für das Jahr 2008 wird mit einem Wachstum des BIP von 5,1% in Argentinien und 4,6% in Brasilien gerechnet.
Quelle: Jahresgutachten 2007/2008 des Sachverständigenrats, Banken-Research

GESUNDHEITSSEKTOR UND MÄRKTE  

  • Der Dialysemarkt
    Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Dialysepatienten auch in den nächsten Jahren um 5 bis 7% p. a. wachsen wird, wobei sich zum Teil erhebliche regionale Unterschiede ergeben dürften. Da in Industrienationen wie den USA, Japan und den Ländern Mittel- und Westeuropas bereits ein Zugang zu Dialysebehandlungen besteht, ist dort mit einem leicht unterdurchschnittlichen Wachstum der Patientenzahlen zu rechnen. In vielen Entwicklungsländern jedoch ist der Bedarf der chronisch nierenkranken Menschen noch nicht gedeckt. Hier erwarten wir eine überdurchschnittliche Zunahme der Patientenzahlen von bis zu 10%. Aus der Tatsache, dass mehr als 80% der Weltbevölkerung in diesen wachstumsstarken Ländern leben, ergibt sich das enorme Potenzial des Dialysemarktes.

    Für das Jahr 2010 erwarten wir, dass die Anzahl der Patienten mit terminalem Nierenversagen weltweit auf rund 2 Millionen steigen wird. Der globale Dialysemarkt wird voraussichtlich auf 67 Mrd US$ wachsen.

    Die Vergütungssysteme für die Dialysebehandlung unterscheiden sich von Land zu Land. Oft variieren die Vergütungsstrukturen auch innerhalb einzelner Länder. Kriterien bei der Vergütung sind zum Beispiel regionale Gegebenheiten, die Behandlungsmethode, regulative Aspekte oder der Status des Dialysedienstleisters. Weiterhin im Blickpunkt steht die Diskussion um die Dialysevergütung nach qualitativen Kriterien. Dieses Modell sieht vor, die Qualität der Behandlung bei gleichbleibenden Gesamtkosten pro Patient zu steigern.