Konzernlagebericht
Prognosebericht
Künftige Absatzmärkte Die Prognose berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannten Ereignisse, die unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2008 und darüber hinaus beeinflussen könnten. Wesentliche Risiken werden im Risikobericht erläutert. Wie in der Vergangenheit setzen wir alles daran, unsere Ziele zu erreichen und – wenn möglich – zu übertreffen.
KÜNFTIGE ABSATZMÄRKTE
Als international operierendes Unternehmen bieten wir unsere Produkte und Dienstleistungen in mehr als 100 Ländern an. Wir erwarten, dass sich in unseren Märkten in Europa, Asien-Pazifik und Lateinamerika die Konsolidierung der Wettbewerber weiter fortsetzt. Wir gehen daher insgesamt davon aus, dass sich für Fresenius Möglichkeiten eröffnen, sich sowohl über die Erhöhung der regionalen Präsenz als auch über die Arrondierung des Produktprogramms neue Absatzmärkte zu erschließen. In den USA verfügen Fresenius Medical Care und der Wettbewerber DaVita bereits über einen Marktanteil von rund zwei Dritteln. Daher sind dort – auch aufgrund potenzieller kartellrechtlicher Restriktionen – eher kleinere Akquisitionen zu erwarten. Darüber hinaus erschließen sich für Fresenius neue Absatzmärkte durch die sukzessive regionale Ausdehnung des bestehenden Produktprogramms.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK
Die Prognosen für das Jahr 2008 zeichnen ein günstiges Bild der globalen wirtschaftlichen Aussichten. Es wird zwar mit einer Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung gerechnet, aber nicht mit einem Einbruch. Voraussetzung ist, dass es den Notenbanken und den großen Finanzinstitutionen gelingt, die negativen Effekte aus der Finanzkrise im Hinblick auf die Liquidität der Banken begrenzt zu halten. Es bleibt das Risiko, dass sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten erneut verstärken und die Risikoprämien an allen Kreditmarktsegmenten nachhaltig erhöhen. Der globale Zuwachs des BIP wird für das Jahr 2008 auf 4,6% geschätzt. Das Wachstum wird sich vor allem in den wirtschaftlich entwickelten Ländern verlangsamen. Den Schwellenländern, vor allen den asiatischen, wird zunehmend die Rolle der Lokomotive für die weltweite Konjunktur zukommen. Die Rohstoffpreise werden auch im Jahr 2008 auf hohem Niveau bleiben. Es wird erwartet, dass sich an der niedrigen Bewertung des US-Dollars gegenüber dem Euro nichts Wesentliches verändern wird.
- Europa
Das wirtschaftliche Wachstum im Euroraum wird im Jahr 2008 voraussichtlich von 2,6% auf 1,6% zurückgehen. Gründe sind eine schwächere Weltkonjunktur und die Aufwertung des Euro. Dass es trotz dieser Belastungen insgesamt nicht zu einem Abbruch des Wachstums kommen wird, ist auf die Belebung des privaten Konsums zurückzuführen. Entscheidend hierfür sind ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen und Steuersenkungen, beispielsweise in Frankreich. Sollte es zu einer weiteren Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar kommen, wäre mit einer zusätzlichen Belastung für die Wirtschaft im Euroraum und besonders für das Exportland Deutschland zu rechnen.
In Deutschland sollte das BIP um 1,7% zulegen. Die Dynamik wird in erster Linie vom Export und von Investitionen getrieben sein. Aber auch der private Konsum wird sich wieder beleben. Eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und Lohnzuwächse sollten das verfügbare Realeinkommen der privaten Haushalte erhöhen. Da der negative Effekt einer Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2008 ausbleibt, sollte der private Konsum allein die Hälfte der wirtschaftlichen Expansion tragen. - USA
In den USA sollte die Zuwachsrate des BIPs im Jahr 2008 bei 1,6% liegen, was unter dem Wachstum im Jahr 2007 von 2,2% liegt. Beobachter erwarten, dass sich die US-Immobilienkrise im Jahr 2008 fortsetzen wird. Der Immobilienmarkt wird dadurch beeinträchtigt werden, dass es zu einer Welle von Zinsanpassungen, insbesondere im Bereich von Subprime-Hypotheken, kommen wird.






