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  • Die Risikosituation wird regelmäßig und standardisiert erfasst und mit den bestehenden Vorgaben verglichen. So können wir rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn sich negative Entwicklungen abzeichnen.  
  • Die verantwortlichen Führungskräfte sind verpflichtet, dem Vorstand über relevante Veränderungen des Risikoprofils unverzüglich zu berichten.  
  • Wir betreiben ständige Marktbeobachtung und halten enge Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Institutionen, um zeitnah Veränderungen unseres Umfelds erkennen und darauf reagieren zu können.

Die Maßnahmen des Risikomanagements werden sowohl auf Konzernebene als auch in den Unternehmensbereichen durch das Risikocontrolling sowie durch ein Managementinformationssystem unterstützt. Auf Basis detaillierter monatlicher und quartalsweiser Finanzberichte werden Abweichungen der Ertrags- und Vermögenslage von den Planwerten identifiziert und analysiert. Darüber hinaus besteht neben dem Risikomanagement ein Überwachungssystem aus organisatorischen Sicherungsmaßnahmen sowie internen Kontrollen und Prüfungen. Unser Risikomanagement wird regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst, damit wir den Veränderungen der Märkte frühzeitig begegnen können; dieses System hat sich bislang bewährt.

Aus der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ergeben sich für den Fresenius-Konzern vielfältige Fremdwährungsrisiken. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit setzt den Konzern darüber hinaus verschiedenen Zinsänderungsrisiken aus. Um mögliche nachteilige Auswirkungen dieser Risiken zu begrenzen, setzen wir u.a. auch derivative Finanzinstrumente im Rahmen unseres Risikomanagements ein. Wir beschränken uns dabei jedoch auf marktgängige, außerbörslich gehandelte Instrumente, die wir ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften nutzen, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken.

Der Fresenius-Konzern betreibt das Währungs- und Zinsmanagement auf der Grundlage einer vom Vorstand verabschiedeten Richtlinie, in der Ziele, Organisation und Ablauf der Risikomanagement-Prozesse festgelegt sind. Sie definiert insbesondere die Verantwortlichkeiten für die Ermittlung der Risiken, für den Abschluss von Sicherungsgeschäften und für die regelmäßige Berichterstattung über das Risikomanagement. Diese Verantwortlichkeiten sind auf die Entscheidungsstrukturen in den übrigen Geschäftsprozessen des Konzerns abgestimmt. Die Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden, bis auf vereinzelte devisenrechtlich bedingte Ausnahmen, unter Kontrolle der zentralen Treasury-Abteilung des Fresenius-Konzerns getätigt und unterliegen strenger interner Aufsicht. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über alle wesentlichen Risiken und über die bestehenden Sicherungsgeschäfte stets umfassend informiert ist. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich dabei ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung desselben berücksichtigt.

RISIKOFELDER

Die für die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns maßgeblichen Risikofelder stellen sich wie folgt dar:  

  • Gesamtwirtschaftliches Risiko
    Aus heutiger Sicht besteht für den Fresenius-Konzern hinsichtlich der globalen Wirtschaftsentwicklung kein maßgebliches Risiko. Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir davon aus, dass sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum insgesamt fortsetzen dürfte. Für den Fresenius-Konzern erwarten wir daher eine weiterhin starke Nachfrage nach lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkten und Dienstleistungen.  
  • Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
    Die jeweilige Risikosituation für die einzelnen Unternehmensbereiche ist auch von der Entwicklung der relevanten Absatzmärkte abhängig. Aus diesem Grund werden auch die politischen, rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgfältig beobachtet und bewertet. Darüber hinaus erfordert die fortschreitende Internationalisierung unserer Absatzmärkte, dass wir uns mit länderspezifischen Risiken auseinandersetzen.