• DIE QUALITÄT UNSERER PRODUKTE UND THERAPIEN IST VORAUSSETZUNG FÜR DIE BESTE MEDIZINISCHE VERSORGUNG SCHWER UND CHRONISCH KRANKER MENSCHEN. 
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FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Forschung und Entwicklung kommt bei Fresenius hohe Bedeutung zu. Wir entwickeln Produkte und Therapien für schwer und chronisch kranke Menschen. Die hohe Qualität ist Voraussetzung dafür, Patienten optimal zu versorgen, deren Lebensqualität zu erhöhen und damit auch die Lebenserwartung zu steigern. Als integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie dient die Forschung und Entwicklung auch der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Erfolg des Unternehmens. 

DIALYSE

Fresenius Medical Care forscht und entwickelt im Bereich der Dialyse sowie weiterer extrakorporaler Blutbehandlungen. Dabei profitiert die Gesellschaft von ihrer vertikalen Integration, d.h. von der Verbindung von Dialyseprodukten und Dialysedienstleistungen. Die tägliche Erfahrung bei der Behandlung von rund 174.000 Patienten liefert wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Produkte und Therapien und kann somit erfolgreich genutzt werden. Darüber hinaus fördert dies die Entwicklung ganzheitlicher Therapien. 

Hämodialyse

Im Jahr 2007 wurde der Body Composition Monitor (BCM) in den Markt eingeführt. Der BCM ist ein Gerät, mit dessen Hilfe sich die Körperzusammensetzung eines Dialysepatienten, d.h. Körperwasser, fettfreie Körpermasse und Fett, bestimmen lässt. Die genaue Kenntnis dieser Daten, insbesondere der Anteil des Körperwassers, ist eine wichtige Voraussetzung, um den Zustand von Dialysepatienten zu beurteilen und ihre therapeutische Betreuung festzulegen. Denn bei der Behandlung von Dialysepatienten gilt es, Überwässerungen und Unterwässerungen gleichermaßen zu vermeiden: Überwässerungen belasten und schädigen das Herz-Kreislaufsystem, Unterwässerungen führen häufig zu Komplikationen während der Dialysebehandlung, welche die ohnehin eingeschränkte Lebensqualität der Patienten weiter beeinträchtigen. Untersuchungen des gegenwärtigen Zustands zeigen übereinstimmend, dass eine ausreichend genaue Kenntnis dieser wichtigen Patientendaten in den meisten Fällen nicht gegeben ist. Wir haben mit dem BCM ein geeignetes, leicht bedienbares und kostengünstiges „State-of-the-Art“-Messgerät entwickelt. Am wichtigsten ist jedoch: Erstmals steht dem Anwender ein umfangreiches, klinisch validiertes Auswertungsprogramm für die erhobenen Daten zur Verfügung. 

Auch das Jahr 2007 stand für die Entwicklungsabteilung zu einem großen Teil noch im Zeichen der Markteinführung des Hämodialysegeräts 5008. Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Zuverlässigkeit und dem Betriebsverhalten des Geräts im klinischen Einsatz und unter zunehmend variierenden Einsatzbedingungen im internationalen Bereich. Der Informationsrückfluss aus den eigenen Dialysekliniken und von Kunden wird bei der kontinuierlichen Produktverbesserung berücksichtigt.

Mit der Entwicklung der 5008 haben wir die Online-Hämodiafiltration (Online-HDF) von einem exklusiven Verfahren für wenige Anwender zu einem in der Gerätegrundausstattung erhältlichen Standard erhoben. Die für die Hämodiafiltration benötigte Flüssigkeit – sterile und pyrogenfreie Dialysierlösung – wird nun in der Maschine selbst bei laufendem Betrieb aus Standard-Bikarbonatdialysat hergestellt, daher auch die Bezeichnung „Online-HDF“. Ein Austausch von Flüssigkeitsbeuteln muss nicht mehr erfolgen. Diese konzeptionelle Entscheidung hat sich als richtig erwiesen: Eine wachsende Zahl klinischer Studien zu den Vorteilen der Hämodiafiltration zeigt, dass diese Anwendung für Patienten zu einem Rückgang der Mortalität von mehr als 30 - 35% führen kann.